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Stubaier Gletscher

Warum wir gegen das Tiwag-Projekt sind

Eingangs möchten wir darauf hinweisen, dass es zu den Vorwürfen gegenüber Bürgermeister Peter Schönherr natürlich auch eine Stellungnahme von uns gibt.
Auch wenn Wasserkraft als erneuerbare Energie eingestuft wird, muss berücksichtigt werden, dass unsere Landschaft mit den wenigen noch frei fließenden Bächen nicht erneuerbar ist. Neustift lebt zum großen Teil vom Tourismus und braucht gerade diese ursprüngliche Landschaft. Es ist auch löblich, wenn sich viele für die Erhaltung unserer Gewässer einsetzen. Aber es muss auch Folgendes beachtet werden: Stetig steigender Stromverbrauch ist kein Naturgesetz! Im Winter wird in Neustift natürlich viel mehr Strom gebraucht. Zu den elektrischen Heizungen kommen noch die Beschneiungsanlagen, Terrassenheizungen, beleuchtete Skipisten, überdimensionierte Weihnachtsbeleuchtungen usw. Mit ambitionierter Energiepolitik ist es nachweislich möglich, den Stromverbrauch mittelfristig zu senken. Das Ziel ist weniger Verbrauch statt mehr Produktion.
Tatsache ist auch, dass in Tirol mehr Strom produziert als verbraucht wird. Mehr Pumpspeicherkraftwerke erhöhen den Import von Grundlaststrom und damit die Abhängigkeit von Importen.
Es gibt Auswege: Kleinkraftwerke, Windkraftwerke, Solarenergie, Photovoltaik und das größte Alternativkraftwerk ist die Energieeffizienz, das heißt der sorgfältige Umgang mit Energie.
Weltweit verbraucht ¼ der Menschheit zurzeit ¾ Energie. Ein Umdenken ist also nicht nur in Neustift gefragt!

Gegen die Wasserableitungspläne der TIWAG erwarten wir auch weiterhin einen breiten Widerstand von Seiten der Bevölkerung, den wir selbstverständlich auch aktiv mitgestalten werden.

GR Christian Egger

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