Brauchen wir den Lift von Neustift in die Schlick?
Wie die TT am 20.10.2011 berichtete, waren Stubaier Tourismusvertreter bei Finanz- und Raumordnungslandesrat Switak, um mit ihm über das “neue” Liftprojekt zu sprechen. Wobei: So neu ist der Plan, eine Seilbahn von Neustift über “Kaserstatt” in die Schlick zu errichten, gar nicht. Schon Mitte der 80er Jahre verfolgten einzelne Unternehmer und Dorfpolitiker diese Idee. “Wir brauchen diesen Lift, sonst wird die Tourismusregion Neustift nicht überleben,” war damals wie auch heute das wichtigste Argument der Befürworter. Eine Bürgerinitiative sowie ein vernichtendes Urteil durch verschiedenste Landesabteilungen (Landesraumplanung, Forstbehörde, Naturschutzabteilung, u.a.m.) brachten schließlich das Projekt zu Fall.
Es ist kein Geheimnis, dass Neustift die letzten 25 Jahre außerordentlich gut überlebt hat. Die Sorge der vermeintlichen Betreiber aus den 80er Jahren war also unbegründet. Und auch aus heutiger Sicht muss die Notwendigkeit dieses Lifts angezweifelt werden. Zudem sind noch zahlreiche Fragen offen: Wie viel würde die Umsetzung kosten? Wer soll das bezahlen? Bleibt das Schutzgebiet unberührt? Wo soll die Talstation errichtet werden? Wie lautet die langfristige Strategie? Ist es wünschenswert, dass Neustift versucht, andere Skiorte (z.B. Ischgl, Sölden,…) zu kopieren? Oder haben wir eigene Stärken? Wie soll in Zukunft die Preispolitik gestaltet sein? Wird es Hotelzimmer auch weiterhin zu Dumpingpreisen geben? Und nicht zuletzt: Was ist die Aufgabe der Gemeindeführung? Agiert sie im Sinne des Gemeinwohls, oder ist sie der verlängerte Arm einer mächtigen Tourismuslobby?
Es ist anzunehmen, dass die Projektbetreiber eine Salamitaktik verfolgen: Zuerst soll der Zubringer von Neustift in die Schlick gebaut werden und später, so ihre Hoffnung, wird es schon möglich sein, durch das Ruhegebiet Kalkkögel die Verbindung in die Axamer Lizum zu errichten. Doch dazu müsste eben jenes Schutzgebiet aufgehoben werden, und das wird, wie LHStv. und Umweltlandesrat Hannes Gschwentner schon des Öfteren betonte, nicht der Fall sein! All das Geld, das weiterhin in die Planung dieses gesetzeswidrigen Projekts fließt, ist somit rausgeschmissen. Keinesfalls dürfen weitere öffentliche Mittel dafür verwendet werden!*
Benjamin Stern
*Schon jetzt wurden zehntausende Euros an öffentlichen Geldern für die Planung des Zusammenschlusses ausgegeben. Die Stubaier Infrastrukturgesellschaft, die von den Gemeinden jede Menge Geld erhielt, hat nämlich bis dato ausschließlich an diesem Projekt gearbeitet!
Bildungsvolksbegehren
Zwischen 3.11.2011 und 10.11.2011 besteht die Möglichkeit, in unserer Gemeinde das Bildungsvolksbegehren zu unterschreiben. Ich finde das für unsere Zukunft und vor allem für die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder enorm wichtig. Argumente findet ihr hier:
http://www.gruene.at/Bildungsvolksbegehren
GR Christian Egger
Meine Stellungnahme zur Volksbefragung Schule
Liebe UnterstützerInnen, liebe KritikerInnen!
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wurde ich am 22.3.2011 in der TT vom Redakteur Mair Christoph im Artikel „Grüne hadern mit Volksbefragung“ ziemlich heftig dargestellt. Ich habe auf die Frage nach meinem Abstimmungsverhalten bezüglich Schulprojekt in Neustift aufgrund des Ergebnisses wohl zu ehrlich und zu ungeschickt geantwortet. Tatsache ist, dass ich durch meine Authentizität als politisch handelnder Mensch mit meiner Antwort in ein Dilemma geraten bin. (weiterlesen…)
Ergebnis Volksbefragung “Schule”
Die Fragestellung: “Sollen die bestehenden Schulen (Volksschule Krößbach [sic], Volksschule Neder, Volks-, Haupt- und Schihauptschule, sowie Polytechnische Schule Neustift Dorf) aufgelassen und nach Kampl in ein neues Schulzentrum verlegt werden?”
Das Ergebnis:
JA: 36,7 Prozent (662 Stimmen)
NEIN: 63,3 Prozent (1140 Stimmen)
Wahlbeteiligung: 50,1 Prozent
Insgesamt wurden 1806 Stimmen abgegeben, davon waren 1802 gültig.
Am Sonntag: Volksbefragung Schulstandort
Am Sonntag, dem 20.März 2011, steht uns die nächste Volksbefragung ins Haus. Initiiert wurde sie mit der Sammlung von Unterschriften von über 1000 Einwohnern durch die Gemeinschaftsliste, Zukunft Neustift, GWZ und Allgemeine Bürgerliste. Ihr Ziel ist es , die Schule im Dorf zu behalten. Am 9.11.2010 wurde durch einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss 9:0 (8 Mandatare dieser Listen verließen den Sitzungssaal) der Standort in Kampl beschlossen.
Warum die 9 Gemeinderäte (Junges Neustift, Für Neustift, Lebensraum Neustift) für diesen Standort stimmten: (weiterlesen…)
Stellungnahme zum Ausgang der Volksbefragung
Ein Großteil der NeustifterInnen, die zur Wahlurne gegangen sind, wollen nicht, dass noch mehr Wasser aus Neustift für das Kraftwerk abgezweigt wird. Die Welt steht wegen der Atomkraftwerkkatastrophe in Japan unter Schock. Auch die TIWAG verwendet für das Hinaufpumpen des Wassers in die Speicher importierten Atomstrom. Wir von den Grünen sprechen uns für ein Umdenken in der Energiepolitik aus. Das Ziel ist weniger Verbrauch statt mehr Produktion. Diese Botschaft ist meiner Meinung bei vielen auch angekommen.
GR Christian Egger
Das Ergebnis der Volksbefragung
“Soll sich die Gemeinde klar gegen jede weitere Wasserableitung aus dem Tal stellen?” lautete die Fragestellung der Volksbefragung zu den TIWAG-Plänen. Hier das Ergebnis:
JA: 85,04 Prozent (1427 Stimmen)
NEIN: 14,96 Prozent (251 Stimmen)
Wahlbeteiligung: 46,93 Prozent
Insgesamt wurden 1691 Stimmen abgeben, davon waren 1678 gültig.
Mit diesem eindeutigen Ergebnis erteilt die Neustifter Bevölkerung den Wasserableitungsplänen der TIWAG eine klare Absage!
Heute Volksbefragung zu Wasserableitung
“Soll sich die Gemeinde Neustift klar gegen jede weitere Wasserableitung aus dem Tal stellen” lautet die Frage der heutigen Volksbefragung in Neustift. Die Wahllokale sind bis 15.00 Uhr geöffnet und die Auszählung erfolgt im Anschluss.
Eine möglichst hohe Wahlbeteiligung und ein deutliches Zeichen der Bevölkerung gegen die fragwürdigen Tiwag-Pläne wären wünschenswert.
Wie viele Neustifterinnen und Neustifter letztendlich den Weg zur Wahlurne finden bleibt aber die Frage des Tages. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden sie hier veröffentlicht.
Starke Argumente gegen Tiwag-Pläne
Alternativ_auch_als_*.pdf-Dokument: postwurf_wasser_2011_03.pdf

